Bündnis für Demokratie und Toleranz verleiht Preis

Erbacher Jugendintegrationsprojekt im Wettbewerb Aktiv für Demokratie und Toleranz 2010 ganz vorne

Marburg. Am Montag, dem 16. Mai 2011, wurden neun Projekte aus Hessen und Thüringen als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2010 geehrt. Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz im Jahr 2000 gegründete bundesweite „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)“ hat im Wettbewerb 2010 Initiativen und Projekte für ihr vorbildliches, nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz als Preisträger ausgewählt. Die Preise sind mit 2.000 bis 5.000 € dotiert.

BfDT verleiht Preis an Erbacher ProjektGemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Universitätsstadt Marburg, Egon Vaupel, und dem Beiratsmitglied des BfDT Christian Petry, hat Dr. Gregor Rosenthal, Geschäftsführer des BfDT, die Preisträger in einer öffentlichen Preisverleihung im Historischen Saal des Marburger Rathauses ausgezeichnet und gewürdigt. Eines der ausgezeichneten Projekte ist das bereits mehrfach prämierte Jugendintegrationsprojekt „Fußball und Musik – Sport, Spaß & Integration“ der Schule am Sportpark, Stadt Erbach und der Lernstubb Michelstadt.

Das seit fünf Jahren bestehende Kooperationsprojekt setzt sich für eine aktive Integration durch Fußballsport ein. Für ca. 400 Jugendliche aus über 15 Nationen werden neben verschiedensten Sportangeboten auch Trainings zu Fairness, Konfliktlösung, Anti-Rassismus und Kampagnen durchgeführt. Außerdem werden jährlich Fußballnächte und interkulturelle Fußballturniere organisiert und seit 2009 auch verstärkt der Mädchenfußball gefördert. Neben den zwei hauptamtlichen Kräften aus der Jugend- und Schulsozialarbeit, sind viele ehrenamtliche HelferInnen und SpielerInnen an der Organisation und Durchführung der Veranstaltungen beteiligt.

Auf die Frage der Moderatorin Josephine Steffen an Christian Petry, Kuratoriumsmitglied der Freudenberg Stiftung und Geschäftsführer der Stiftungs- und Fördergemeinschaft Modellprojekte GmbH, warum das Bündnis das Erbacher Projekt ausgewählt hat, erklärte Petry, in Erbach sei es gelungen, eine überzeugende Zusammenarbeit zwischen Schule, Stadt und Jugendhilfe zu organisieren. Für aktives und erfolgreiches Handeln demokratischen Lernens, für Toleranz, sei die Einbindung dieser Institutionen wesentlich, die Verbreitung eines solchen Modells wichtig und wünschenswert. Daher erkenne das BfDT bei den Erbachern Vorbildcharakter und wünsche sich bundesweit viele Nachahmer.

BfDT verleiht Preis an Erbacher Projekt

Dieses Dokument wurde erstellt am 05.06.11 durch Christoph Kabrhel.
Die letzte Bearbeitung erfolgte am 24.08.13 durch Anika Knapp.