IHK ernennt SaS zur Best-Practice-Schule

Wie schon berichtet, wurde die Schule am Sportpark dank ihrer Erfolge im Bereich der Berufsorientierung und der Vermittlung von Schülern in Ausbildung und weiterführende Schulen von der IHK zur "Best-Practice-Schule" ernannt und sogar im IHK-Report September 2010 mit einem Artikel erwähnt. Dies war Anlass für eine offizielle Feierstunde mit Vertretern von Schule, Eltern, Politik und Wirtschaft.

Lesen Sie hier den Artikel aus dem Odenwälder Echo vom 20. September 2010 von Guido Schiek:

Ausbildung: Sportparkschule von der IHK zur »Best-Practice-Schule« ernannt - Kontakte zu Handwerk und Industrie

ERBACH. 
 

Die Integrierte Gesamtschule am Sportpark ist von der Industrie- und Handelskammer Darmstadt (IHK) zur »Best-Practice-Schule« ernannt worden. Als Schulleiterin Heidi Adam dies in der Feierstunde am Freitag verkündete, schwang in ihrer Stimme viel Stolz mit. »Diese Schule hat in den vergangenen beiden Schuljahren sehr gute Ergebnisse in der Vermittlung von Schülern in Ausbildungsplätzen erreicht. Seit dem Schuljahr 2007/08 hat sich der Wert erheblich verbessert«, sagte die Rektorin. Nun möchte die IHK das in Erbach verwirklichte Konzept anderen Schulen vorschlagen.

Euphorisch schilderte Adam, dass man sich vor vier Jahren an der Bildungseinrichtung die Frage gestellt habe, was mit den Jugendlichen nach dem Verlassen der Schule geschehe. Viele fanden damals trotz guter Zeugnisse keinen Ausbildungsplatz. Einige Abgänger entschieden sich für den Besuch einer weiterführenden Schule, die Klassenlehrer standen regelmäßig in Kontakt mit dem Arbeitsamt. Der Umschwung kam schließlich über einen Umweg: Das europäische Förderprogramm »Erfahrung hat Zukunft« bot Menschen über 50 Jahren an, ihr Wissen aus dem Berufsleben weiterzugeben. Über dieses Projekt kam Lothar Schwab an die Sportparkschule und begann mit den Schülern systematisch an deren Berufszielen zu arbeiten. »Das war für die Schule der Schritt in die Zukunft«, sagte Adam.

Schwab vermittelte Praktikantenstellen und kümmerte sich um Ausbildungsplätze, so dass sich die Vermittlungszahlen in die richtige Richtung drehten. Dem Berufseinstiegsbetreuer zur Seite stand Lehrer Thorsten Wohlgemuth, der in der Schule ein Berufsorientierungszimmer einrichtete. Dort können sich die Haupt- und Realschulklassen über Berufe und Ausbildungen informieren und natürlich auch ihre Bewerbungen schreiben. Die Verantwortlichen stehen im engen Kontakt zur Agentur für Arbeit oder auch zur Industrie-Vereinigung Odenwald (IVO). Darüber hinaus hat die Schule Kontakte zur Industrie, zum Handwerk und zum Handel geknüpft, um den Schulabgängern den Zugang zu Betrieben zu erleichtern.

Inzwischen werden die Jugendlichen wesentlich besser vermittelt - allerdings auch begründet durch die Tatsache, dass für angebotene Ausbildungsplätze heute weniger Interessenten da sind. Im Vergleich zu 18 Prozent der Schüler im Jahr 2008, die nach der Schule statt eines Ausbildungsplatzes »sonstige Maßnahmen« ergriffen, trifft dies inzwischen nur noch auf drei Prozent zu.

Die Zukunftswerkstatt der Schule hat zu diesem Erfolg beigetragen. Die Kooperation wird stetig erweitert; aktuell sind vier Firmen hinzugekommen. Wegen des großen Zuspruchs wurden Arbeitsprogramm und Material im Berufsorientierungszimmer ausgeweitet und aufgestockt. Davon überzeugten sich am Freitag die geladenen Gäste aus Elternbeirat, Politik und Wirtschaft.

Hier nun ein paar Schnappschüsse der Feierstunde:

Dieses Dokument wurde erstellt am 21.09.10 durch Christoph Kabrhel.
Die letzte Bearbeitung erfolgte am 24.08.13 durch Anika Knapp.