IVO-Jahreshauptversammlung in der SaS

Die Industrievereinigung Odenwald (IVO) hielt ihre diesjährige Jahreshauptversammlung in der Schule am Sportpark ab. Dabei informierten sich die Vertreter aus Wirtschaft und Politik auch über die Arbeit an der Schule am Sportpark. In drei kleine Gruppen aufgeteilt wurde ihnen kurz ein Teil der Arbeit an der Schule am Sportpark präsentiert, von der Arbeit im Fach Informatik über die neuen ActiveBoards, den WPU-Kurs "Webdesign" bis hin zur Berufsorientierung. Zu letzterer präsentierten Schülerinnen und Schüler den Gästen an technischen Modellen einen Teil dessen, was die Zukunftswerkstatt der Schule am Sportpark in Hinblick auf die Berufsvorbereitung leistet.

Lesen Sie hier den Artikel des Odenwälder Echo vom 09.04.2011 von Manfred Giebenhain:

IVO erkennt Stärkung des Standorts

Interessenvertretung: Industrievereinigung Odenwaldkreis meldet auch Erfolg mit Ausbildungsbörse im Internet

ERBACH. Die Industrievereinigung Odenwaldkreis (IVO) sieht in der strategischen Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung des Kreises eine Stärkung des regionalen Standorts. Unter dem Dach der Odenwald-Regionalgesellschaft werden künftig alle Betriebe nur noch eine Anlaufstelle haben, begrüßte IVO-Vorsitzender Jürgen Walther bei der Mitgliederversammlung die Entscheidung der Kreisspitze. Damit einher gehe die Einberufung einer Wirtschaftskommission, zu deren konstruktiven Mitarbeit die Vertreter der Odenwälder Wirtschaft sich ausdrücklich bekannten. Das neue Gremium werde den früheren Wirtschaftsbeirat ablösen und dem Kreisausschuss beratend zur Seite stehen, versicherte Landrat Dietrich Kübler, der an der Versammlung teilnahm.

Schüler informieren die Gäste - Foto: Manfred GiebenhainWalther weiter: „Die zentrale Anlaufstelle wird sich als ein Wettbewerbsvorteil erweisen. Jetzt liegt es an den Betrieben, diese Stelle mit Leben zu füllen. Wir stehen mit Rat und Tat zur Verfügung.“ Trotz teils ungünstiger Prognosen sei der Odenwaldkreis „nach unserer Überzeugung nach wie vor eine starke Wirtschaftsregion“ mit 23 000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen alleine in den Mitgliedsbetrieben der Industrie- und Handelskammer. 1500 Handwerksbetriebe böten 6000 Vollzeitbeschäftigten ein Einkommen, 1200 Personen seien in der Tourismusbranche beschäftigt.

Walther kündigte als Ziel der IVO an, Wirtschaft, Handel und Gesundheit verstärkt in den Blick rücken zu wollen. „Unser Bestreben bleibt es auch, die Verkehrsverbindungen zu verbessern. Straße, Schiene und Breitband messen wir eine gleichgestellte Bedeutung bei“, so Walther. Zuversichtlich äußerte er sich zu laufenden Verhandlungen mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund, auf der Odenwaldbahn in verkehrsstarken Zeiten des Tages schnelle Verbindungen von einer Stunde bis Frankfurt auszuweiten. Insgesamt räumte er „dem Odenwald im wirtschaftsstarken Dreieck von Rhein, Main und Neckar gute Entwicklungschancen ein“.

Von der Versammlung erfreulich aufgenommen wurde der Beitritt der Stadt Michelstadt, den Bürgermeister Stephan Kelbert persönlich dem Vorstand übermittelte. Dem Netzwerk der Odenwälder Wirtschaft gehören rund 140 Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe sowie dem Dienstleistungssektor an.

Auch der geschäftsführende Vorstand, Hermann Braun, betonte mit Blick auf die Nachwuchswerbung, dass sich in der Region „eine große Anzahl innovativer Betriebe befinden, die international gut im Markt stehen“. Um „sichtbarer für junge Leute zu werden“, habe die IVO eine Ausbildungsbörse mit dem Internetauftritt www.ivo-ausbildung.de eingerichtet. Betreut wird das Angebot von Klaus Blank, der allein im Januar 30 000 Zugriffe registriert hat. Damit habe sich die Plattform bestens darin bewährt, „die Aufmerksamkeit junger Menschen zu gewinnen“.

Das Geschäftsergebnis für das zurückliegende Jahr von 1100 Euro Überschuss bei 13 200 Euro Einnahmen wurde ebenso ohne Gegenstimmen angenommen wie die Entlastung des Vorstands. In diesen rückt Willy Schmidt (Brauerei Schmucker) für Mathias Vögler auf, der aus beruflichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtete. Vor der Versammlung informierte Direktorin Heidi Adam in einer Präsentation über ihre Schule am Sportpark. Die Firmenvertreter zeigten sich von dem umfassenden Angebot der integrierten Gesamtschule wie von dem Ergebnis beeindruckt. Zuletzt konnten 59 Prozent der rund 150 Schulabgänger in eine duale Ausbildung abgegeben werden; 38 Prozent wechselten zu einer höher qualifizierenden Schule. Damit lag die Quote von nur drei Prozent derer ohne unmittelbar anknüpfende Weiterqualifizierung deutlich unter dem landesweiten Durchschnitt.

Schüler ab den siebten Klassen demonstrierten eindrucksvoll, wie sie anspruchsvolle technische Aufgabenstellungen außerhalb des Unterrichts im Berufsorientierungszimmer unter der Regie von Thorsten Wohlgemuth gelöst haben.

zitiert von http://www.echo-online.de/region/odenwaldkreis/erbach/IVO-erkennt-Staerkung-des-Standorts;art1269,1755966 (20.04.2011)

Dieses Dokument wurde erstellt am 14.04.11 durch Christoph Kabrhel.
Die letzte Bearbeitung erfolgte am 21.08.13 durch Anika Knapp.