SaS richtet Technikwerkstatt ein

Lesen Sie hier den Artikel "Schule am Sportpark richtet Technikwerkstatt ein" von Manfred Giebenhain aus dem Odenwälder Echo vom 24.04.2012:

Schule und Beruf – In ihrer Technikwerkstatt am Sportpark tüfteln die jungen Leute noch am Abend

Ein bisschen erinnert es schon an die Bilder, die im Fernsehen von der Hannovermesse zu sehen waren. Wenn die 13-jährige Mara den langen Greifarm des selbst zusammengebauten Schweißroboters behutsam zum Werkstück führt und dieses so trifft, dass es tatsächlich zu einem Schweißprozess kommen könnte, leuchtet zur Bestätigung an der Spitze ein kleines Lämpchen auf. Zuvor haben der gleichaltrige Henry und der 14-jährige Benedikt mit ihrer pneumatischen Sortieranlage das Rohmaterial in Position gebracht. Schließlich packt ein von Kerim und Max in Bewegung gesetzter Greifarm nach dem Stück und transportiert es weiter. Bis ihr Dreiachsen-Roboter alle Funktionen fehlerfrei umzusetzen verstand, brauchte es etliche Versuche, räumten die jungen Techniker bei der Präsentation am Montag unumwunden ein.

Technik begeistert: Max, Kerim und Mara (im Vordergrund, von links) bei ihren Präsentationen in der neu eröffneten Technikwerkstatt der Schule am Sportpark in Erbach. Foto/Text: Manfred Giebenhain

Das jedoch tat dem Applaus keinen Abbruch, denn der Spaß an Technik, die Leidenschaft am Ausprobieren und Verfeinern sowie das Tüfteln an den Geräten locken die jungen Leute auch noch am Abend in die Schule. Natürlich sind die technischen Abläufe computerprogrammiert und -gesteuert. Selbstsicher und mit der nötigen Portion Ruhe und dem Quäntchen Humor, wenn beim ersten Mal nicht alles perfekt klappt, zeigten die insgesamt 13 technikbegeisterten Schüler vor einem Fachpublikum, was sie gelernt haben und noch lernen wollen.

Auch ihr Arbeitslehrer Thorsten Wohlgemuth war zufrieden: "Was Sie hier vorfinden, ist keine Spielerei, sondern der Nachbau der Realität.“ Was andernorts erst ab den neunten Klassen auf dem Plan steht, bietet die Schule am Sportpark mit der Einrichtung ihrer Technikwerkstatt zusätzlich ebenfalls mit drei Schulstunden in der Woche bereits Siebtklässlern an. So freute sich auch Schulleiterin Heidi Adam: „Um Eure berufliche Zukunft mache ich mir keine Sorgen."

Tatsächlich treffen sich seit Beginn des Jahres in dem Raum hinter der roten Tür, auf deren Schild immer noch bescheiden „Werkraum Metall“ geschrieben steht, bereits Schüler der fünften und sechsten Klassen, um sich mit Grundkenntnissen von Getrieben und Statik sowie der Pneumatik vertraut zu machen. Der Jahrgang darauf beginnt mit der Programmierung von Grundbauelementen wie Taster und Motoren, und die Großen bringen mit Farbsensoren, Lichtschranken und Variablen Bewegung in die Maschinerie. Hier ist die Arbeitswelt in Miniaturausgabe zu Hause. Schließlich können die Techniker und Ingenieure der Zukunft auch mit einem dreitägigen Kurs bei der IHK ihr Wissen unter Beweis stellen, prüfen und zertifizieren lassen.

Kein Wunder, dass bei der Einweihung des Raums neben Vertretern der Schule die Fachleute der Zukunftswerkstatt der IHK ebenso vertreten waren wie Vertreter der regionalen Wirtschaft, des Handels und der Geldinstitute. Sie alle haben ideell wie finanziell ihren Beitrag dazu geleistet, dass in der Technikwerkstatt auf sechs Arbeitstischen und fast ebenso vielen Abstellflächen neben Computern mit einer großen Auswahl an Bausätzen der Firma Fischertechnik die moderne Arbeitswelt im Kleinformat eingezogen ist.

Artikel zitiert von http://www.echo-online.de/region/odenwaldkreis/erbach/Schule-am-Sportpark-richtet-Technikwerkstatt-ein;art1269,2824252 (11.05.2012)

Dieses Dokument wurde erstellt am 11.05.12 durch Christoph Kabrhel.
Die letzte Bearbeitung erfolgte am 21.08.13 durch Anika Knapp.