Berufsorientierung in den Naturwissenschaften

In den naturwissenschaftlichen Fächern Chemie, Physik und Biologie nimmt das Experimentieren eine Schlüsselrolle ein. So können sich die Schüler im jeweiligen Unterricht selbstständig direkte Vorgänge aus ihrem Alltag - unter Anleitung - experimentell veranschaulichen, planen, durchführen und entsprechend auswerten. Dabei wenden sie Arbeitstechniken an, die sie auch im späteren Berufsleben benötigen und lernen, mit den Geräten und Chemikalien aus dem Labor, ihrem Haushalt und der Umwelt verantwortungsvoll umzugehen. Diese praktischen Arbeitsweisen sind eine wichtige Ergänzung zu den theoretischen Erkenntnissen, die in den einzelnen Fachbereichen erschlossen werden.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Schüler im Chemieunterricht Wasseruntersuchungen durchführen (pH-Wert, Härtegrad, Verschmutzung, ...), in Biologie mikroskopieren oder elektrische Schaltkreise aufbauen und physikalische Erkenntnisse zur Stromleitung empirisch erleben. Das Aufstellen von Hypothesen, ihre Überprüfung im Experiment, das genaue Beobachten und Deuten sind Kompetenzen, die unsere Schüler auch in der Berufsausbildung bzw. im späteren Berufsleben benötigen. Durch das naturwissenschaftliche Arbeiten im Unterricht erwerben sie Verantwortungs-bewusstsein und lernen durch experimentelle Tätigkeiten teamfähig zu werden, was heutzutage fast in jedem Beruf vorausgesetzt wird.

Damit eine differenzierte Förderung erfolgen kann und begabte, besonders interessierte Schüler zusätzlich zum Unterrichtsstoff auf ihren naturwissenschaftlichen Berufsweg unterstützt werden können, hat es an unserer Schule in den letzten Jahren mehrfach Arbeitsgemeinschaften gegeben, in denen das experimentelle Arbeiten im Vordergrund steht. Im Bewerbungsverfahren haben die teilnehmenden Schüler bessere Chancen und die Verbindung Schule - Berufsausbildung - Wirtschaft kann dadurch nachhaltig gestärkt werden.

Constanze Kaiser, Fachschaftsleitung Chemie

Dieses Dokument wurde erstellt am 06.02.12 durch Christoph Kabrhel.
Die letzte Bearbeitung erfolgte am 06.02.12 durch Christoph Kabrhel.