Grenzgänger

Schüler werden zu „Grenzgängern“ bei  4tägiger Hüttentour im Steinernen Meer

Acht hochmotivierte Jugendliche stehen am Fuße des Steineren Meeres mitten im Berchtesgardener Land. Für einige ist es das erste Mal dass sie einen Berg unmittelbar vor der Nase haben. Und schon zeichnen sich in ihren Gesichtern die ersten Fragen ab. Warum sind die Gipfel weiß, wie genau lese ich eine Wanderkarte, welcher Weg führt mich an mein Tagesziele, und warum nur habe ich mich auf dieses Projekt eingelassen.  

Das Projekt Grenzgänger richtete sich an Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen der Schule am Sportpark. Ziel des Projektes war es, die Jugendlichen im mehrfacher Hinsicht an ihre Grenzen zur führen. Sich ein Ziel selbst zu erarbeiten, gemeinsam einen langen Weg zurücklegen, an die eigenen körperlichen Grenzen zu gehen um dadurch zu wachsen, sind die zentralen Ziele des Projektes. Der Aspekt, dass es neben der Schule  eine Vielzahl an Herausforderungen gibt welche es zum meistern gilt, war ebenfalls ein bestimmendes Element des Projektes.     

Schon im August des letzten Jahres liefen die Vorbereitungen zum Projekt „Grenzgänger“, das Schülerinnen und Schüler der Schule am Sportpark im wahrsten Sinne des Wortes „an ihre Grenzen“ bringen sollte. Im Gegensatz zu anderen Mehrtagesfahrten war hierbei das erste Ziel, sich die Teilnahme an dieser Hüttentour selbst  zu erarbeiten. Dies  wurde den Schülerinnen und Schülern bei der Projektvorstellung offengelegt. Somit mussten sie sich die Kosten für Fahrt und Unterkunft im Vorfeld selbst verdienen. Hierbei war der Kreativität der Kinder keine Grenze gesetzt. Ob Zeitungaustragen oder Hilfe im Haushalt, alles war möglich. Der Punkt des Selbsterarbeitens erschien in Hinsicht auf die Wertigkeit äußerst wichtig.

Startpunkt der „Grenzgänger“ war am 27. Juni 2013 in Ramsau im Berchtesgadener Land. Von dort aus ging es durch die Wimbachklamm hinauf zur Wimbachgrieshütte auf 1326 Metern. Am nächsten Morgen führte der Weg über das Hundstodgartterl in 8 Stunden zum Ingolstädter Haus auf 2119 Meter Höhe. Am darauf folgenden Tag zum Kärlinger Haus am Funtensee. Um letztendlich am frühen Sonntagmorgen durch die Saugasse  hinab zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä abzusteigen. Insgesamt legten die Schüler mehr als 30 Km und 2500 Höhenmeter zurück.

Eine solche mehrtägige Wandertour unter der Last des eigenen Gepäcks verlangte von den Teilnehmern sehr viel an Kondition, Willensstärke, Teamgeist und Rücksichtnahme. All diese Punkte wurden von den Schülern unter Beweis gestellt. Im Verhältnis zur getragen Last war die Erleichterung und der Stolz in den Gesichter der Jugendlichen über das Erreichte zu sehen.

Das Projekt wurde vom Schulsozialarbeiter Kai Fischer der Schule am Sportparkt mit der Unterstützung des Trägers: des Odenwälder Vereins für Bildung und Kurlturarbeit konzipiert und durch die Lehrkräfte Sandra Hesse und Thorsten Wohlgemuth mit unterstützt.

Natürlich wir weiter am Konzept der Grenzgänger gearbeitet...

Dieses Dokument wurde erstellt am 06.09.11 durch .
Die letzte Bearbeitung erfolgte am 15.10.13 durch Kai Fischer.