Das Apfelprojekt "Unser Apfel – Das Projekt mit Stiel!"

Zum Hintergrund:

Problem 1 Ein Blick auf die Gewohnheiten von jungen Leuten in der Region zeigt auf, dass bei der Auswahl von Getränken, sei es in der Schule oder im Supermarkt, die Wahl häufig auf künstlich hergestellte, sehr süße Getränke fällt.

Problem 2 Zum Odenwälder Kulturgut gehören Streuobstwiesen und der Apfel an sich. Ein genauerer Blick in die Landschaft hinterlässt an vielen Stellen ein trauriges Bild: verwahrloste Apfelbäume/Streuobstwiesen.

Problem 3 Wer soll sich zukünftig um die Erhaltung und Pflege um das Kulturgut Streuobst kümmern? Ein Blick in die Verbände und Vereine verrät, dass Nachwuchs gewonnen werden muss und will.

 Ziel des Apfelprojektes ist es, bei Mitschülern bzw. bei Kindern und Jugendlichen und der Öffentlichkeit insgesamt das Bewusstsein zum Kulturgut Apfel und Streuobstwiese zu schärfen. Die Möglichkeiten der regional verwurzelten Frucht werden auf verschiedene Art und Weise beleuchtet. Dabei lernen die jungen Leute nicht nur die Verarbeitung des Odenwälder Kulturgutes kennen, sondern beschäftigen sich mit dem Anbau, der Bewirtschaftung und Pflege desgleichen. Die beteiligten jungen Menschen erleben die Zusammenarbeit als erlebnispädagogische Aktionen und Abenteuer, was sich bisher als ein Schlüssel zum Erfolg gezeigt hat.

 Das Apfelprojekt ist ein Modul des Erbacher Jugendpräventionsprojektes „Gewalt, Scherben und Alkohol“. Die Zuordnung ist aufgrund der Referenz des Projektes, hessen- und deutschlandweit, sinnvoll. Daraus resultiert eine intensivere Wahrnehmung des Apfelprojektes in der Öffentlichkeit.

Das Apfelprojekt „Unser Apfel – Das Projekt mit Stiel!“ wird im Rahmen der Kiwanis Initiative 2020 als Projekt 2015 gewürdigt. Des Weiteren führte die Resonanz  zu einer Einladung der Kreisverwaltung mit der Hauptabteilung Ländlicher Raum, Veterinärwesen und Verbraucherschutz. Sie veranstaltete im November 2015 in Kooperation mit Schulen des Odenwaldkreises einen Fortbildungstag in der Reihe „Bauernhof als Klassenzimmer“. Dabei durften zwei Jugendreferenten mit dem Projektbetreuer des Apfelprojektes Lehrkräften aus Schulen des Odenwaldkreises in einem theoretischen und praktischen Teil die Inhalte des Apfelprojektes vorstellen, als Impuls, ein ähnliches Projekt auch an weiteren Schulen zu etablieren.

Die Ergebnisse zu der anfangs aufgeführten Problembeschreibung:

 Ergebnis 1 An der Schule am Sportpark hat der Apfelsaft unter den Schülerinnen und Schülern an Popularität gewonnen. Die Apfelsaftproduktion auf dem Schulhof ist eine erfolgreiche Methode die Kinder und Jugendlichen zum einen an dem Prozess der Apfelverarbeitung teilnehmen zu lassen und zum anderen als Werbung für das Kultgetränk ausdrücklich geeignet. Die Nachfrage nach dem Apfelsaft und Apfelgelee hat das produzierte Angebot weit übertroffen. In der Öffentlichkeit wird das Apfelprojekt wahrgenommen. Im Michelstädter Trendcafe „Träumerei“ der bekannten deutschen Schauspielerin Jessica Schwarz wird der „GSA-Apfelsaft“ seit Februar 2016 exklusiv angeboten. Des Weiteren zeigen sich andere Bildungseinrichtungen an dem Projekt interessiert. Jugendliche Projektteilnehmer gehen als Multiplikatoren bei den betreffenden Bildungseinrichtungen vor Ort mit dem projekteigenen Kelterequipment und den anderen Jugendlichen der Frage nach, „wie der Apfel in die Flasche kommt“.

Ergebnis 2 Im Projekt sind aktuell zwei Streuobstwiesen aufgenommen worden, die über die nächsten Jahre bewirtschaftet und gepflegt werden. Ein Projektbetreuer gibt sein Wissen als Fachwart für Obstbaumpflege an die interessierten Jugendlichen direkt vor Ort weiter. Es läuft eine Werbeaktion in der Bevölkerung sich als Baumpate für den Erhalt von Streuobstwiesen/Apfelbäumen zu engagieren. Privatleute und Unternehmer sponsern einen neuen Apfelbaum, der von den jugendlichen Projektteilnehmern eingepflanzt und über die Jahre gepflegt (geschnitten) wird.

Ergebnis 3 Aus dem Teilnehmerkreis haben sich Jugendliche herauskristallisiert, die sich als Nachwuchs berufen fühlen, sich für die Erhaltung des Odenwälder Kulturgutes einzusetzen und von den älteren Multiplikatoren lernen möchten.

 Die zu Beginn dargestellte Problembeschreibung macht deutlich, dass im Rahmen des Apfelprojektes vielschichtige Themen angesprochen werden, insbesondere im Bereich Gesundheit und Kultur. Mit den Ergebnissen zeigen die Projektteilnehmer, dass sich der Einsatz zu den Themenfeldern gelohnt hat bzw. sich auch weiterhin lohnt. Den Jugendlichen hat sich des Weiteren ein Erfahrungsraum geöffnet, der mit Anerkennung verbunden ist und anspornt: Selbstwirksamtkeit! Gemeinsam für die Sache einstehen wirkt über den Teilnehmerkreis hinaus. Über die verschiedenen öffentlich wirksamen Auftritte fühlen sich an der Schule am Sportpark weitere Jugendliche angesprochen, sich ebenfalls beim Projekt zu engagieren. Es ist offensichtlich ein Bewusstsein für die Thematik bei weiteren Jugendlichen und in der Bevölkerung entstanden. Es hat sich ein Netzwerk entwickelt, dass dem Projekt Nachschub verleiht, es wächst.

Haben Sie Interesse mehr über das Apfelprojekt zu erfahren oder möchten Sie uns für eine Aktion buchen?

 News: Stand 15.03.2016 Das Apfelprojekt wurde beim Bundesumweltwettbewerb in Kiel angemeldet.

 

Das Apfelprojekt "Unser Apfel – Das Projekt mit Stiel!" Bewerbung

 

Wenn Sie eine ausführlichere Projektbeschreibung wünschen oder sich für die Wettbewerbseingabe interessieren, melden Sie sich bei den Projektverantwortlichen.

Ansprechpartner für das Apfelprojekt sind:

Sprecher für die Jugendlichen:

Jakub Rusek             

Robert Schulze          

Jonas Dingeldein                

 

Schule am Sportpark

Am Drachenfeld 2

64711 Erbach

 

Projektbetreuer

Alexander Carrasco Torres                           

Schulsozialarbeit Schule am Sportpark/                          

Odenwälder Verein für Bildungs- und Kulturarbeit e.V./Lernstubb

Am Drachenfeld 2                             

64711 Erbach                                   

Tel.: 0173 6731040                           

Mail: alcato@gmx.de

 Einblicke in die Projektarbeit sind über die Bildergalerie möglich.

Dieses Dokument wurde erstellt am 15.03.16 durch Kai Fischer.
Die letzte Bearbeitung erfolgte am 15.03.16 durch Kai Fischer.