„Denkt global, handelt lokal!“ - im Gespräch mit Hannes Jaenicke

So antwortete am vergangen Freitag Umweltaktivist und Schauspieler Hannes Jaenicke auf die Frage einer Neuntklässlerin, was man hier in Erbach für die Umwelt tun könne.

Mehr als 1,5 Stunden sprach Herr Jaenicke mit den Schülern der neunten Klassen über den weltweiten Zusammenhang von Einwegplastikflaschen, Abholzung des Regenwaldes, Haiflossenhandel, chemischen Düngemittel und Blumenwiesen in der Nachbarschaft.

Im Gespräch wurde schnell klar, dieser Mann ist informiert, weiß wovon er spricht und ist mit Herzblut bei der Sache. Um so mehr freuten sich die Schüler, als Herr Jaenicke spontan und direkt auf ihre im Unterricht erarbeiteten Ideen zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit einging.

Hannes Jaenicke hält einen Vortrag in der Schule am SportparkBeispielsweise griff er kurzentschlossen den Punkt „Abholzung“ auf. Herr Jaenicke erklärte, weshalb es wichtig ist Bäume zu pflanzen. Nicht nur im Amazonasregenwald, sondern auch im Odenwald. Viele der Neuntklässler haben in den vergangenen Jahren bereits an schulinternen Aktionen gegen den Klimawandel teilgenommen. Einige Schüler berichteten stolz über das Baumpflanzprojekt, andere wiederum über die erst kürzlich eingeweihte Wildblumenwiese für Bienen hinter dem Hauptgebäude unserer Schule.

Organisiert und ermöglicht hatte dieses Treffen Biolehrerin Ulrike Meißner. Eingebettet in das Unterrichtsvorhaben „Gefährdung unserer Lebensgrundlagen“ thematisieren sie und ihre Kolleginnen die Nachhaltigkeit von Ressourcen und fordern die Schüler zu einem reflektierten und weltumspannenden Denken sowie zukunftsfähigen Handeln auf. Als Auftakt zu dieser Einheit setzten sich die Schüler bereits intensiv mit Jaenickes Film „Im Einsatz für Nashörner“ auseinander. Auch dieser wurde während seines Besuchs in unserer Cafeteria angesprochen. Neugierig stellten die Schüler Fragen zu den Bedingungen während des Drehs in Afrika. Und schnell kam man auch über weitere Filmprojekte Jaenickes mit Orang-Utans, Löwen, Haien und Eisbären ins Gespräch. Sein Fazit nach über neun Dokumentationen über den Tierschutz: Das einzige gefährliche Tier, dem er je begegnet sei, war und ist der Mensch.

Am Ende der Unterhaltung gab Herr Jaenicke unseren Schülern noch ein paar Denkanstöße mit auf den Weg: Muss es wirklich immer eine neue PET- Flasche sein? Könnte man die Heizung im Winter nicht um einen Grad senken? Tut es wirklich Not, das Handyladekabel in der Steckdose zu lassen und die Spielekonsole lediglich auf Standby zu stellen?

Und er appellierte an die Neuntklässler: „Forscht nach! Hinterfragt! Informiert euch! Eure Generation hat noch die Chance das zu tun, was meine Generation verpasst hat. Nachhaltig zu leben. Denkt global, handelt lokal“

Wir freuen uns über die vielen Anregungen, die in den nächsten Biologiestunden recherchiert, besprochen und diskutiert werden können und danken Hannes Jaenicke für seinen Einsatz an der Schule am Sportpark.

Dieses Dokument wurde erstellt am 24.08.18 durch Nele Lengfeld.
Die letzte Bearbeitung erfolgte am 24.08.18 durch Nele Lengfeld.