,,ICH, MAL ANDERS!“

Das Projekt ist das größte Schulnetzwerk Deutschlands, dazu gehören ca. 2700 Schulen. Es bietet die Möglichkeit, das Schulklima aktiv mitzugestalten und zivilgesellschaftliches Engagement zu entwickeln. Das Motto lautet: „Die Diskriminierung von Menschen wegen ihres Glaubens, des Geschlechts und der sexuellen Orientierung, der Hautfarbe und Herkunft, der Behinderung, der Schulart, der Nationalität was auch immer, lehnen wir ab.“ Der Titel „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“, den wir 2013 als erste Schule des Odenwaldkreises verliehen bekommen haben, ist weder ein Preis noch eine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und Zukunft.

 Morgens fuhren wir mit dem Zug nach Frankfurt. Beim diesjährigen Landestreffen „ICH MAL ANDERS!“ ging es darum, die eigene Perspektive zu erweitern und Vorurteile abzubauen, indem wir uns selbst und andere von einer neuen Seite erleben: Im Workshop „Rap mal anders“ entdeckten wir die Kraft der Worte.  Zu Beginn wurden wir herzlich begrüßt und schauten uns im Anschluss einen Kurzfilm zum Thema „Rap“ an.  Der Text des Rapsongs enthielt diskriminierende und frauenfeindliche Textzeilen. Gemeinsam mit unserem Referenten Matondo, Streetworker und Schauspieler, schrieben wir den kompletten Text um und rappten gemeinsam gegen Rassismus und Gewalt. Anschließend erstellten wir unseren eigenen Track. Schnell wurde uns klar, dass die angesagten Rapsongs genauso gut klingen können- auch ohne Beleidigungen.

In diesem Jahr waren ca. 170 Schüler und Pädagogen im Haus am Dom mit dabei. Der Stand-Up-Comedian Ususmango sorgte mit seinem Auftritt für viele Lacher und die Beatboxerin Beshoo sprach mit Aisha Camara und dem Rapper Matondo über Hip-Hop als Empowerment.

Mit neuen Ideen für unsere Schule fuhren wir am späten Nachmittag wieder zurück nach Erbach.

Vivien, Dünja und Fatma, Jahrgang 8 /Schülervertretung