„Unser Müllfriedhof“ - eine Aktion der Europäischen Woche der Abfallvermeidung

Auch in dieser herausfordernden Zeit fand Europas größte Kommunikationskampagne für Abfallvermeidung statt - die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV). Tausende öffentlicher Aktionen zeigen dann bereits zum elften Mal europaweit Alternativen zur Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung auf. Auch wir, die Klasse 7d und Klasse 5d, sind mit der Aktion „Unser Müllfriedhof“ dabei.

Bereits im letzten Jahr legten Jugendliche der Klasse 7d mit ihrer Klassenlehrerin Frau Niederhaus und ihrer Biologielehrerin Frau Gärtner einen Müllfriedhof in einem der Innenhöfe der Schule an. Unter der Fragestellung:„Wie lange brauchen die vergrabenen Materialien, bis sie verrottet sind?“ wurden verschiedene Dinge im Boden vergraben.  Nach einigen Monaten galt es die Ergebnisse des Experiments näher zu betrachten. Die SchülerInnen sollten Vermutungen äußern, wie weit der Verrottungsprozess schon vorangeschritten ist. Da die Gruppendiskussion nicht zu einem eindeutigen Ergebnis führte, wurde der entsprechende Gegenstand nach strengen Hygienevorgaben ausgegraben und der Rottezustand nachgeprüft. Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d vermutete z.B., dass die „Trinkbeutel-Tüte mit Orangengeschmack“ schon teilweise verrottet sei. Umso überrascht war man, als keinerlei Verrottungsspuren zu erkennen waren. Bei der „Plastikflasche“ und dem „Apfelrest“ wurden die Vermutungen der Kinder bestätigt. Die Plastikflasche war vollständig erhalten und der Apfelrest war völlig verrottet. Im März werden nun ein Plastikschnellhefter und ein Kleidungsstück vergraben. Es bleibt spannend welche Ergebnisse die Fortführung des Experiments bringen werden. Aufgrund der aktuellen Situation konnten leider noch keine Jugendliche aus Jicin, der tschechischen Partnerstadt Erbachs, an der Aktion aktiv teilnehmen. Es ist aber weiterhin in Planung, diese mit in die ökologische Gestaltung des Innenhofes miteinzubeziehen.

Die Aktionswoche wird seit 2009 durch die Europäische Union gefördert. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) koordiniert die Aktivitäten für Deutschland. Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit Mitteln zur Unterstützung der Europäischen Klimaschutzinitiative gefördert und vom Umweltbundesamt begleitet.