Der MDR zu Besuch in der JuicePaper-Redaktion der Schule am Sportpark

Achtung Tonaufnahmen! Maike zum Hoff, MDR-Reporterin und Podcasterin, begleitete bei ihrer Recherche für die neuen Folgen des Kinderpodcast „Big Bäääm - #Wissen ohne Filter“ von MDR Tweens und MDR Wissen die Sportparklehrerin Frau Lengfeld einen Tag lang in ihrem Unterricht. Je nach Stundenthema ergaben sich faszinierende Fragen, die dem Namen des Podcasts – in Anlehnung an den Big Bang, den Urknall –  alle Ehre machten. Mit großer Freude und teils auch etwas Ehrfurcht sprachen die Schüler*innen ihre Überlegungen direkt in das Aufnahmemikrofon.

Im Deutschunterricht der Klasse 7 beispielsweise philosophierten die Schüler*innen in Anlehnung an Gustav Falkes Ballade „Was war es?“ die Frage, ob es Geister wirklich gibt und wenn ja, wie diese wohl aussähen. „Macht Geld glücklich?“ diese essenzielle Frage vertieften die Sechstklässler*innen mit Frau zum Hoff, nachdem sie „Die Sage von König Midas“ erarbeitet hatten. Frau zum Hoff und Frau Lengfeld motivierten die Kinder dazu ihre Meinung frei kundzutun, zu rätseln, zu wundern und verwickelte so die Kinder in einen anregenden Dialog.

Maike zum Hoff (Mitte) mit der Redaktion der JuicePaper

Im Rahmen des WPU-Faches „Journalistisches Schreiben“ (Jg.9 ) hatten die Nachwuchsjournalist*innen der Schülerzeitung JuicePaper die Gelegenheit den Spieß umzudrehen und Maike zum Hoff ausgiebig zu interviewen. Ausgehend von der Frage „Wie sieht die Tätigkeit eines Journalisten konkret aus?“ entstand ein produktiver Austausch zwischen der Radiomoderatorin und den Neuntklässler*innen über Arbeitszeiten, Bezahlung, Technikeinsatz aber auch über die unangenehmsten Arbeitssituationen und die Notwendigkeit von freien Medien sowie der Pressefreiheit.

Die JuicePaper-Reporterin Noemi Reuling fasste das Interview mit Frau zum Hoff wie folgt zusammen:

Wer ist eigentlich Maike zum Hoff?

Maike zum Hoff arbeitet beim MDR Radio. Dort ist sie tatsächlich nur zufällig gelandet. Nach ihrem Abitur studierte sie Skandinavismus und anschließend Sprechwissenschaften. Bei einem Projekt mit dem Radio zeigte sich Maikes Talent, als Radiosprecherin. So verfolgte sie den Weg zum Radio weiter. Jetzt arbeitet sie bei zwei Sendern des MDR, stellt ihren eigenen Podcast online und kümmert sich als Mutter um ihre zwei Kinder.

Was macht eine Radiojournalistin?

Maike hat beim Radio mehrere Aufgaben. Wie oben schon erwähnt, arbeitet sie für zwei Sender des MDR. Bei MDR-Jump, als Nachrichtensprecherin und fürs MDR-WISSEN recherchiert sie nach Wissensbeiträgen. Dafür ruft sie zum Beispiel einen berühmten Professor an und fragt ihm zu einem bestimmten Thema Löcher in den Bauch und recherchiert im Internet. Von den ganzen Informationen sucht sie sich dann die wichtigsten aus und verpackt sie in einen Text.

In ihrem Podcast, der sich vor allem an Kinder und Jugendliche richtet, behandelt sie wissenschaftliche Themen, die nicht so einfach zu beantworten sind. Normalerweise geht sie für die Nachrichten im Studio on air (also live). Aber dank eines Virus, das so heißt, wie eine gewisse Biermarke, macht sie jetzt alles von Zuhause aus und berichtet in den Nachrichten ganz viel über das Corona Virus.

Zum Aufnehmen für Daheim hat sie spezielles Equipment. Mehrere Mikrofone, bei denen das eine mehr, das andere weniger empfindlich ist. Die Empfindlichkeit eines Mikrofons ist entscheidend dafür, ob es noch weit entfernte Geräusche aufnehmen kann oder nicht. Je empfindlicher, desto mehr nimmt es auf. Die Mikrofone nehmen auch unterschiedliche Frequenzen auf. Zum Beispiel gibt es ein Mikrofon, das nur Töne aufnimmt, die eher höher sind. Für ihren Podcast hat sie abgesehen von ihren Mikrofonen auch noch zwei Aufnahmegeräte. Aber eines braucht sie ständig: Ihren Laptop. Den Podcast organisiert Maike selbstständig und arbeitet mit zwei Schülermoderatoren zusammen. Sie sucht sich die Themen aus, bearbeitet sie und setzt sich dafür auch selbst ihre Arbeitszeiten. Als Nachrichtensprecherin hat sie wiederum bestimmte Schichten: Die Frühschicht von  3:30 Uhr – 12:00 Uhr, die Tagesschicht von 11:00 Uhr – 18:00 Uhr oder die Spätschicht von 16:00 Uhr – 00:00 Uhr. Bei ihrem Job beim MDR-WISSEN ist es wieder anders. Dort hat Maike immer einen Tag Zeit, um Beiträge zu recherchieren und einzusprechen, da die Themen immer ganz aktuell sein müssen.

Aus dem Interview mit Maike ging hervor, dass das Radio sehr vielfältig ist. Zum einen ist es da, um die Menschen zu informieren, wie zum Beispiel über die Nachrichten. Zum anderen soll es aber auch unterhaltend sein. Zu diesem Zweck wird Musik abgespielt, Geschichten erzählt, oder Ähnliches. JuicePaper-Reporterin Melisa Delkic ergänzt, dass wahrscheinlich viele noch nicht wussten, dass einige Moderatoren privat DJs sind. Denn zum einen ist das Equipment teuer und zum anderen ist es gar nicht mal so leicht, diese ganzen Knöpfe passend zu bedienen.

Noemi und Melisa resümieren: Wenn man Maike fragt, ist das Radio ein toller Arbeitsplatz. Schon der Witz unter Kollegen, dass sie nicht schön genug fürs Fernsehen seien, zeigt, dass es dort recht relaxt, wenn auch manchmal unter Zeitdruck zugeht. Oftmals sogar relaxter, als im Fernsehen. Außerdem ist es genau das richtige für einen neugierigen Menschen, wie sie. Hinterfragen ist ihrer Meinung nach jedenfalls nie verkehrt. Sie selbst hat sich auch schon jung getraut mit Lehrern zu diskutieren, gerne geschrieben und lange Zeit bewusst viele Briefe verfasst.

Wir freuen uns auf weitere spannende Gedankenaustausche mit Maike zum Hoff und sind gespannt, welche Ideen unserer Schüler*innen wir ab Mai in den neuen Folgen von „Big Bäääm - #Wissen ohne Filter“  verfolgen können.