Odenwälder Berufsinformationstage

Am Dienstag, den 9. Februar 2010 begannen an der Schule am Sportpark zum dritten Mal die Odenwälder Berufsinformationstage (OBIT). Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen konnten sich in zuvor ausgewählten Vorträgen von Odenwälder Unternehmen über Ausbildungsberufe und -chancen in der Region aus erster Hand informieren. Hier können Sie nun den Artikel des Odenwälder Echo vom 11. Februar 2010, Seite 14, lesen:

Einblick in die Chancen der Arbeitswelt

Ausbildung - Bei Berufsinformationstagen an vier Bildungseinrichtungen kommen Jugendliche und Firmen in Kontakt

Odenwälder BerufsinformationstageERBACH. Heidi Adam sieht es nicht gerne, wenn Menschen „in Schubladen gesteckt werden". Konkret bedeutete dies an diesem Morgen, dass alle Schüler aus den drei Schulformen Haupt- und Realschule sowie Förderklassen „nach Neigungen und Interesse" selbst auswählen durften, an welchen Veranstaltungen sie teilnehmen möchten. Möglich war dies bei den Odenwälder Berufsinformationstagen (Obit), die am Dienstag an der Schule am Sportpark eröffnet wurden.

Odenwälder BerufsinformationstageBevor es richtig losging, versammelten sich alle in der Aula, wo Schulleiterin Adam die Vertreter der beteiligten Firmen vorstellte. Zum dritten Mal mobilisierte die Industrievereinigung Odenwald (IVO) ihre Mitglieder, das Ausbildungs- und Berufsangebot dem potenziellen Nachwuchs hautnah vorzustellen.

Genau dies unterscheide die Obit von Ausbildungsmessen oder der Berufsberatung, betonte IVO-Geschäftsführer Hermann Braun. „Außer der IHK weiß niemand, wer in welchen Berufen ausbildet", bedauerte er, und aus Gründen des Datenschutzes seien diese Informationen öffentlich nicht zugängig. Die IVO verfolge daher das Ziel, auf mehreren Wegen junge Leute über ihre beruflichen Perspektiven in der Region aufmerksam zu machen.

Odenwälder BerufsinformationstageTeil des Netzwerks sind die Schulen, die am Beispiel Erbach ihrerseits die Kontakte zur lokalen Wirtschaft pflegen. So ist Heidi Adam davon überzeugt, „dass alle Schüler, die wollen, hier einen Ausbildungsplatz finden können." Die Informationstage nähmen daher einen sehr hohen Stellenwert ein: „Die Firmenvertreter stellen Euch vor, wie das Leben nach der Schule aussehen kann", kündigte Adam den rund 140 Schülern aus den achten und neunten Klassen an. Neun namhafte Partner aus der Region waren mit Personal-, Ausbildungsleitern und Auszubildenden erschienen, um in mehreren Workshops Rede und Antwort zu stehen. Sie kommen aus den Sparten Industrie, Verwaltung, Soziales, Banken, Gastronomie und Handel. Lediglich das Handwerk sei schwer zu mobilisieren, räumten Adam, Braun und Gabriele Seubert vom Wirtschaftsservice der Odenwald-Regionalgesellschaft (Oreg) ein. Die Oreg hat zum zweiten Mal die Organisation der Obit übernommen.

Odenwälder BerufsinformationstageInteresse und Nutzen lägen auf beiden Seiten, bestätigte Wolfgang Fröhlich, Ausbildungsleiter der Jakob Maul GmbH (Zell), der von Beginn an maßgeblich an der Umsetzung der Idee mitgewirkt hat: „Die Obit hat uns zuletzt fünf bis sechs brauchbare Bewerbungen beschert." Seubert äußerte sich optimistisch, dass an diesem Tag auch viele persönliche Kontakte geknüpft werden, die schon bei der Auswahl von Praktikumsplätzen im März ihre Früchte tragen werden.

Odenwälder BerufsinformationstageZu diesem Zweck seien die Schüler bereits vor Wochen auf die Obit vorbereitet worden, was sich an der zielgerichteten Auswahl in die Veranstaltungen bezahlt gemacht habe, ergänzte Adam. Sie wünscht sich, dass sich auch die Eltern mit dem Infotag und den damit verbundenen Chancen beschäftigten. Denn: „Die meisten Menschen wissen gar nicht, welche innovativen Betriebe im Odenwaldkreis Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen", unterstrich Braun. Die IVO unterstütze daher die Ausbildungsplatzsuche und Kontaktpflege durch Internetseite www.ivo-ausbildung.de, auf der die Mitgliedsunternehmen ihre Ausbildungsberufe vorstellen. Weit über die Landesgrenzen hinaus dürfte dieses Engagement seinesgleichen suchen, betonte Seubert.

Fortgesetzt wird die Obit an der Theodor-Litt-Schule (Michelstadt), der Oberzentschule (Beerfelden) und der Georg-August-Zinn-Schule in Reichelsheim. Die anderen weiterführenden Schulen haben sich diesmal für ein anderes Verfahren, einen Berufsparcour, entschieden. mg

Dieses Dokument wurde erstellt am 07.10.09 durch Christoph Kabrhel.
Die letzte Bearbeitung erfolgte am 21.08.13 durch Anika Knapp.