Rassismus – kein Thema?

Der Zweite Weltkrieg (1939-1945) beschäftigte die 10. Klassen der Schule am Sportpark Erbach in den letzten Wochen in ihrem Unterricht im Fach Gesellschaftslehre.

Die Schülerinnen und Schüler dieser vier Gruppen wollten ihren Blick nicht nur auf Fakten und Jahreszahlen richten. Daher suchten sie nach einem anderen Zugang zu dem Thema „Zweiter Weltkrieg“. Auf ihrer Suche stießen sie auf das Schicksal des jüdischen Mädchens Anne Frank. Das Leben der in Frankfurt am Main Geborenen und die Zeit  in ihrem Versteck in Amsterdam bis zu ihrer Entdeckung durch die Nazis zeigt, welches unermessliche Leid Antisemitismus und Rassismus unter der Zeit Diktatur Hitlers hervorriefen. Besonders eindrucksvoll wurde dies auch durch den Film „Meine Tochter Anne Frank“, welchen sich die Jugendlichen im Unterricht anschauten. Daneben arbeiteten sie in Gruppen mit einem Comic, welches auf andere Weise vom Leben der von den Nazis in Europa verfolgten Juden erzählt.

Mit diesem Wissen fuhren die Zehntklässler am 6. und am 8. Dezember nach Frankfurt am Main in die Bildungsstätte Anne Frank. Dort erfuhren sie in mehrstündigen Workshops, dass Rassismus und Antisemitismus keine Erscheinungen allein der Zeit des Nationalsozialismus sind. In Gruppen- und Partnerarbeit lernten die Mädchen und Jungen, dass vor allem der Rassismus auch in unserer Zeit immer wieder Thema ist. Dazu sprachen die Jugendlichen mit den MitarbeiterInnen der Bildungsstätte über das Bild, welches sie von Rassisten und Neonazis haben und worauf sich die Ideologie dieser Menschen gründet. An Fallbeispielen hatten die Workshop-Teilnehmerinnen und –Teilnehmer die Möglichkeit, den alltäglichen Rassismus unserer Zeit zu erkennen und zu benennen. Dazu unterbreiteten sie dann selbst Vorschläge, wie dem begegnet und wie damit umgegangen werden kann. Diesen Teil des Workshops hoben die Mädchen und Jungen aus der Erbacher Schule in ihrer Auswertung besonders hervor.    

Dieses Dokument wurde erstellt am 24.03.17 durch Anika Knapp.
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