Respekt –Schüler auf einer kleinen Reise

Wenn ich sehe, wie jemand angegriffen wird und ich dann den Angreifer abhalten will, kann ich dann eigentlich auch bestraft werden? Was passiert eigentlich in einem Jugendgefängnis? Darf mir jemand eine Sache für 100 Euro verkaufen, wenn sie sonst überall nur 10 Euro kostet?

Das sind alles Fragen, die Schüler beschäftigen- besonders jetzt, da die meisten bald ihren 14. Geburtstag feiern werden und im Fach Gesellschaftslehre gerade das Thema „Recht“ begonnen hat. Am 22. und am 24. Januar 2018 hatten die vier 7. Klassen der Sportparkschule die Chance, ihre Fragen beantwortet zu bekommen.  Zu Gast war Catherina Singer, 25 Jahre alt, angehende Juristin. Während ihres Studiums stellte sie sich immer wieder die Frage danach, welche Grundsäulen es im deutschen Rechtssystem gibt. Eine davon, so erzählte sie den Schülerinnen und Schülern, ist das große Thema Respekt.

Respekt, dieses Wort findet sich auch im Schulmotto der Sportparkschule wieder. Als „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ finden jährlich Projekte zu diesem Thema statt, die auch von der Schülervertretung unterstützt werden. Wo man das, was sich hinter dem Begriff Respekt verbirgt, im deutschen Rechtssystem wiederfindet, das war Thema der zwei Mal 90 Minuten, welche die Schüler jeweils mit ihrem Gast verbrachten. In einer Präsentation wurde das Wichtigste zusammengefasst. So erfuhr man zu Beispiel, dass viele Gesetze einen bestimmten Schutzzweck verfolgen, dass diese Gesetze im Allgemeinen ein friedliches Zusammenleben bewirken sollen und was es eigentlich für die Mitmenschen und auch den Staat bedeutet, wenn man Regeln ohne rechtfertigenden Grund nicht beachtet.

Bei dem interaktiven Vortrag standen aber vor allem die Interessen und Fragen der Schüler im Vordergrund, vor allem die Themen Polizei und Strafrecht standen bei den Siebtklässlern hoch im Kurs. Klar- dazu sieht man auch am meisten im Fernsehen und im Social Media-Bereich. Völlig verblüfft waren einige der Schüler beispielsweise darüber, dass Polizisten in den seltensten Fällen mit Tasern bewaffnet sind und dass man im Jugendarrest weder einen Laptop, noch ein Smartphone zur Hand hat, um sich die Zeit zu vertreiben.

Sowohl den Schülerinnen und Schülern, als auch der Veranstalterin haben die beiden Tage viel Spaß bereitet.

 

 

 

 

Dieses Dokument wurde erstellt am 23.02.18 durch Anika Knapp.
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