Abschlussfahrt der 10 b R nach Rom 2001

Vom 13.05. bis 20.05.2001

 

nach Viareggio (Toskana) - Rom - Meransen (Südtirol)

Fahrer:   Thomas Orth (Reisebüro Wissmüller, Michelstadt)

Leitung: Herbert Reubold (Klassenlehrer) und Anita Reubold

 

Am Sonntag, 13.05.2001 fuhren wir um 20:00 Uhr von der Schule am Sportpark los.

Bei völliger Dunkelheit durchquerten wir die Schweiz (Basel, Luzern, St. Gotthard-Tunnel, Lugano). Bei Mailand drangen bereits die ersten Sonnenstrahlen durch die Fenster.

Turm von PisaColosseumAm Montag, 14.05.2001 waren wir gegen 9:00 Uhr an der ersten Station unserer Reise, den Marmorsteinbrüchen von Carrara. Nach einem einstündigen Aufenthalt ging es weiter nach Lucca, einem Kleinod im Norden der Toskana. Nach einem Spaziergang durch die Altstadt und einem etwas längeren Aufenthalt auf dem Piazza Anfitheatro bewegten wir unsere inzwischen etwas müde gewordenen Beine auf der historischen Stadtmauer. Zahlreiche dunkelhäutige Händler, von vielen erwartungsvollen Augenpaaren animiert, störten zuweilen das zügige Vorankommen, so dass des Öfteren zur Eile gemahnt werden musste.

Nachdem ein Schüler zwischenzeitlich „verlorengegangen“ war, setzten wir pünktlich und vollzählig unsere Fahrt nach Pisa fort.

Auf dem Piazza dei Miracoli mit dem Schiefen Turm war um die Mittagszeit viel los.

Von den nötigen Restaurierungs- und Stabilisierungsmaßnahmen des Campanile überzeugt, gönnten viele von uns den müden Gliedern Erholung auf den Grasflächen des Platzes.

 

Am Checkpoint versammelt ging es am späten Nachmittag auf die letzte Etappe unserer montäglichen Reise, nach Viareggio, einem Badeort am Meer. Nachdem wir uns in dem Mittelklassehotel Piccola Vela für eine Übernachtung notdürftig eingerichtet und die Körper von Staub und Schweiß befreit hatten, vertraten wir uns die Beine an der nahegelegenen Strandpromenade. Einige Mutige machten sich mit dem kühlen Nass des Meeres vertraut.  Die in der Nacht zum Dienstag, 15.05.2001 aufkommende Unruhe in einigen Zimmern wich gegen Mitternacht der übermächtigen Müdigkeit.

Nach dem Frühstück um 7:00 Uhr, setzten wir unsere Fahrt um 8:00 Uhr in Richtung Süden fort. In Tarquinia wurde in einem Supermarkt Verpflegung für den Tag eingekauft.

Gegen 13:00 Uhr waren wir an unserem Checkpoint in Rom. Nach einem 10 minütigen Fußweg erreichten wir das Colosseum, wo wir 30 Minuten Besichtigungszeit zur Verfügung hatten. Das Forum Romanum in seinem Inneren durchquerend, gelangten wir über den Kapitolsplatz, vorbei an der Wölfin mit Romolus und Remus, zum Piazza Venezia. Vom Denkmal des Victor Emmanuel aus kehrten wir zum Busparkplatz zurück.

Bei einsetzendem Feierabendverkehr benötigten wir 90 Minuten um zum Hotel Pino al Mare, in Santa Severa, einem kleinen Badeort am Meer, zu kommen.

Begegnung in RomNach dem Abendessen um 19:30 Uhr vergnügten sich einige Schülerinnen und Schüler in dem erfrischenden Nass des Mittelmeeres. Die Fußballer jagten, animiert von Thomas, dem etwas schlaff gewordenen Leder im tiefen Sand des Strandes nach. Herr Reubold war als interessierter Beobachter angetan von den vielen unentdeckten Fußballtalenten in seiner Klasse.

Am Mittwoch, 16.05.2001 fuhren wir nach dem Frühstück, zu dem wir uns um 7:00 Uhr trafen, um 8:00 Uhr ab in Richtung Rom. Um 9:30 Uhr waren wir an unserem Checkpoint am Piazza Cavour, an der rückwärtigen Seite des Finanzministeriums. Nach einem 10 minütigen Fußmarsch, an der Engelsburg vorbei, erreichten wir den Petersplatz.

 


Wegen einer Audienz des Papstes konnten wir unser geplantes Programm (Besichtigung des Petersdomes, Besteigung der Kuppel) nicht einhalten. Die Anwesenheit des Papstes entschädigte für das nichterledigte Programm. 

Um 10:30 Uhr ging es wieder an der Engelsburg vorbei, über die Ponte Cavour zum Piazza Navona. Frau Reubold bestellte den Bus per Handy um 12:15 Uhr zum Checkpoint. Dies war notwendig geworden, weil unser vereinbarter Zeitpunkt wegen der Programmänderung nicht eingehalten werden konnte. In der Caracalla-Terme blieben wir von 12:45 bis 13:45 Uhr. Danach besichtigten wir die Katakombe „San Sebastiano“ an der Via Appia Antica. Eine deutschsprachige Führung vermittelte uns interessante Einblicke in die Geschichte der einzelnen Grabkammern. Um 17:30 Uhr fuhren wir nach Santa Severa zurück.

 

RomAm Donnerstag, 17.05.2001 führte uns unserer Weg wiederum zum Petersplatz, wo wir die tags zuvor nichterledigten Besichtigungen nachholten. An der „Spanischen Treppe“ verweilten wir von 13:00 bis 13:30 Uhr. Wir waren erstaunt über die strenge Kontrolle des Besucherverhaltens durch die Polizei. Auf den Treppenstufen durften weder Getränke eingenommen, noch Essen verzehrt werden.

RomAm Trevi-Brunnen hielten wir uns von 13:45 bis 14:30 Uhr auf. Die „Schmucker-Fans“ wurden enttäuscht. In der nahegelegenen Pizzeria war das Kühle aus dem Odenwald angeblich „ausgegangen“.

Vom Quirinalsplatz, in der Nähe gelegen, genossen wir die Aussicht auf Teile Roms. Während des anschließenden Marsches zum Pantheon wurden vereinzelt Unmutsäußerungen laut. Einige beklagten den Streß in der Nachmittagshitze.

Die Rückfahrt zum Hotel wurde von vielen herbeigesehnt.

Nach dem Abendessen um 18:30 Uhr fuhren wir wiederum nach Rom hinein, wo wir uns ausschließlich auf dem Piazza Navona aufhielten. Wir waren angetan von dem abendlichen Flair auf diesem historischen Platz. Gegen 23:00 Uhr fuhren wir zurück; gegen Mitternacht waren wir am Hotel.

RomWegen der späten Rückkehr war Frühstück (Freitag, 18.05.2001) erst um 8:00 Uhr angesagt. Unser heutiges Ziel waren die Villa Adriano  und die Villa D’Este in Tivoli. Die Ruhe und Beschaulichkeit taten, nach der Hektik in Rom, gut. Um 15:30 Uhr, am Hotel zurückgekehrt, konnte der restliche Tag individuell genutzt werden. Die meisten von uns gingen an den Strand, wo man sich sonnte und im Wasser vor der erträglichen Hitze Zuflucht suchte.

Nach dem Abendessen verabredeten sich einige von uns zu einer „Strandparty“, die bis Mitternacht dauern sollte.

Am Samstag, 19.05.2001 waren vor dem Frühstück um 6:30 Uhr die Koffer bereits im Bus „verstaut“. Um 7:30 Uhr war Abfahrt, nachdem sich Frau und Herr Reubold von dem ordnungsgemäßen Zustand der Zimmer überzeugt hatten.

FlorenzDen zugewiesenen Checkpoint in Florenz erreichten wir um 11:00 Uhr. Nach einem 15 minütigen Fußmarsch waren wir in der Innenstadt. Wegen einer schier endlosen „Besucherschlange“ verzichteten wir aus Zeitgründen auf den Aufstieg zur Kuppel des Domes. Um 12:30 Uhr trafen wir uns vor dem Dom, um gemeinsam zu dem Platz vor den Uffizien zu gehen. Die Innenstadt war wegen der sich ankündigenden Mille Miglia zum Teil mit Absperrgittern versehen. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es dann zur Ponte Vecchio.

Der 30 minütige Aufenthalt reichte aus, zumal bei diesem rummelplatzähnlichen Treiben auf der Brücke Sightseeing keinen Spaß machte. Am Arno entlang führte unser Weg (ca 25 Minuten) an vielen Verkaufsständen vorbei, zum Checkpoint.

Am Piazza Michelangelo genossen wir noch einmal die Aussicht auf Florenz, bevor es gestärkt von Rindswurst oder Wiener Würstchen, die im Bus während der kurzen Pause zubereitet wurden, in Richtung Südtirol weiterging.

Gegen 19:30 Uhr waren wir an der Pension Mühlsteiger Hof in Meransen bei Brixen, nachdem wir bei Trient eine längere Pause machten.


Südtiroln dem einladenden Haus fühlten wir uns sofort wohl. Das Wirtsehepaar war sehr freundlich und hilfsbereit. Von den Balkons unserer Zimmer hatten wir bei klaren Sichtverhältnissen einen sehr guten Blick in die Südtiroler Bergwelt mit den schneebedeckten Gipfeln. 

Um 20:00 Uhr wurde zu Abend gegessen (Pommes frittes, Schnitzel Gemüse und Salat). Welch ein Kontrast zu dem typischen italienischen Essen in den beiden Hotels!

Den Rest des Abends verbrachten die meisten von uns im Aufenthaltsraum des Gasthofes. Die empfindliche Kühle schreckte viele vor Aktivitäten außerhalb des Hauses ab.

Sonntag, 20.05.2001: Um 7:30 Uhr war Frühstück. Vor der Abfahrt um 8:15 Uhr wurden Klassenfotos gemacht. 

Über die Brennerautobahn und den Fernpass erreichten wir wieder Deutsche Lande. Unsere erste Rast erfolgte im Allgäu. Vor Heilbronn hielten wir zum letzten Mal.

Von hier aus informierten wir unsere Eltern, Freunde und Freundinnen über den Zeitpunkt der Rückkehr in Erbach.

Den hessischen Odenwald erreicht, war es an der Zeit, den Abschied von einer gelungenen, unvergesslichen Abschlussfahrt, zu der alle Fahrtteilnehmer, einschließlich unser Busfahrer Thomas, beigetragen haben, vorzubereiten.

Um 17:00 Uhr waren wir in Erbach, am Parkplatz der Schule am Sportpark.

Ciao Italia

Arrivederci Roma

Klasse 10 b R