Sportparkschüler machen unser Erbach sauberer!

In der letzten Woche konnten Erbacher am Vormittag immer wieder kleinere Schülergruppen der Schule am Sportpark zwischen Mümling und Dreiseental antreffen, die ausgerüstet mit Pickern, Greifzangen und Eimern ihren Heimatort fleißig vom Müll befreiten. Im Rahmen der Erbacher Müllwanderwoche nutzten insbesondere die Schülerinnen und Schüler der 6b (Herr Rutkowski), 5d (Frau Gärtner), 6a (Frau Lengfeld) sowie die Jugendlichen des WPU Kurses 9 „Globale Verantwortung“ die Gelegenheit projektorientiert mit ihren Lehrkräften einem „müllfreien“ Erbach ein Stückchen näher zu kommen.

Wichtig war den SchülerInnen besonders die zusätzliche Müllvermeidung bei der Aktion. Anstatt alles in Plastiksäcken zu sammeln, nahmen sie bspw. große Eimer zum Befüllen. Trotzdem achteten sie aufgrund des Coronavirus darauf (Einweg-)Masken und Handschuhe zum Schutz zu tragen, da äußerst viele Zigarettenstummel (Innenstadt/an den Bänken), leere Alkoholflaschen (Mümling/Basketballplatz Sportpark) sowie diverse Essensverpackungen (rund um den Sportpark) den aufgesammelten Müll bildeten. Aber auch ganze Bierkrüge aus Keramik, Autospiegel, Teile von Einkaufswagen und Kleidungsstücke gehörten zu den entsorgten Gegenständen, die die Schüler in hohem Maße irritierten.

Am Donnerstag wurden die „Müllwanderer“ zu einem besonderen Einsatzort gerufen, ihrem eigenen Schulhof. Nächtliche Besucher hinterließen auf dem Schulhof ihre kompletten Grillreste. Die fleißigen Schüler sammelten sämtliche Bierflaschen(-scherben), abgeknabberten Hähnchenflügel, Einweggeschirr und tatsächlich auch zwei Einweggrills samt neuer Grillzangen ein und entsorgten diese vorsichtig im direkt daneben aufgehängten Müllcontainer. Eine solche Verschmutzung löste bei den Schülerinnen und Schülern nicht nur Irritation, sondern auch Wut über die vermutlich absichtlich liegengelassenen Partyreste aus. Die Schulleitung prüft nun die Installation einer Überwachungskamera.

Dabei ging es nicht nur darum, sich draußen an der frischen Luft zu bewegen, sondern vor allem ein Bewusstsein für seine Umwelt zu schaffen: Was wird weggeworfen? Wo wird der meiste Müll gefunden? Was passiert eigentlich mit einem Vogel, der einen Zigarettenstummel verschluckt hat? Und was passiert mit dem Müll, den wir gesammelt in den Container vor der Stadtverwaltung geschüttet haben?

In Anlehnung an das Fach Deutsch sind bereits diverse lustige Geschichten aus der Perspektive der weggeworfenen Gegenstände entstanden, die in den kommenden Wochen auf unserer Schulhomepage gemeinsam mit den Erfahrungsberichten der Schülerreporter zu lesen sein werden.

Die Frage, die viele Schülerinnen und Schüler am Ende des Tages mit nach Hause nahmen, war, was sie als junge Einwohner der Stadt gegen den vielen herumliegenden Müll unternehmen können. Eine interessante und wichtige Frage, die im Laufe des Schuljahres in den unterschiedlichen Unterrichtsfächern immer wieder aufgegriffen werden soll.

Wir danken allen Beteiligten, die unseren Schulort sauberer gestaltet haben und hoffen, dass das Sammeln unabhängig von der Müllwanderwoche fortgeführt wird.