„Mobiles Labor“ der Schule am Sportpark gewinnt Bayers „Science at School“-Wettbewerb

"Pioniere brauchen Freiraum und Impulse, um sich entfalten zu können." Unter dieser Leitidee unterstützt die Bayer Science & Education Foundation naturwissenschaftliche Schulprojekte, die diesen Unterricht durch innovative Projekte für Schülerinnen und Schüler interessanter machen möchten und die „den Erfindergeist ins Klassenzimmer tragen“. Ziel ist es, schon bei Schülern Begeisterung für Naturwissenschaften, Medizin und allgemein das Rätsel unseres Lebens zu wecken, um zukünftig Pionierleistungen zu ermöglichen.

Die Freude am Experimentieren zu fördern, Naturwissenschaften als etwas Greifbares erleben zu können und dabei die natürliche Neugierde von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen, war den Chemielehrerinnen Anika Knapp und Kerstin Stegmüller seit jeher ein besonderes Anliegen. In Rahmen ihrer an der Schule am Sportpark angebotenen Wahlpflichtkurse motivierten sie die Schülerinnen und Schüler zum projektorientierten, selbstständigen Arbeiten. Das dadurch entstandene Projekt „Mobiles Labor – Schüler der Schule am Sportpark experimentieren gemeinsam mit Grundschülern und Kindergartenkindern“ reichten sie 2019 samt ihrer Idee vom naturwissenschaftlichen Unterricht beim bundesweiten Wettbewerb „Science at School“ ein. Erfolgreich setzten die Initiatorinnen des „Mobilen Labors“ sich in der Vorrunde gegen diverse Mitbewerber durch und duften ihr Projekt vor einer Jury aus verschiedenen Expertinnen und Experten aus dem Bereich  Pädagogik und Naturwissenschaften in Leverkusen bei Bayer präsentieren. Frau Knapp und Frau Stegmüller erhielten dadurch insgesamt 3000€ Fördergeld für das schulübergreifende Praxisprojekt,  wovon auf Basis der gesammelten Projekterfahrungen entsprechendes Equipment für die Durchführung der gemeinsamen Experimente angeschafft werden konnte.

Das „Mobiles Labor“ stellt eine Kooperation zwischen Schülerinnen und Schülern der Erbacher Schule am Sportpark im Bereich der WPU-Kurse und den hiesigen Grundschulen und Kindergärten dar. Mit der Einhard-Schule Steinbach (Michelstadt) konnte das Projekt bereits mehrmals, in verschiedensten Abwandlungen, durchgeführt werden. Die Sportparkschüler bereiten für die Grundschüler zu bestimmten Themen, z.B. Magnetismus oder Feuer, im Unterricht, mit Unterstützung der Fachlehrerinnen, Experimente vor. Dabei müssen die älteren Schülerinnen und Schüler entsprechende Anleitungen für die jüngeren formulieren und gestalten, altersspezifische Sicherheitsanweisungen konzipieren und die Experimente gemeinsam ausprobieren. Nach dieser Erprobung führen die Schüler die Experimente gemeinsam mit den Grundschülern durch, was nicht nur die fachlichen Fähigkeiten fundiert und die Selbstständigkeit fördert, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein stärkt. Wichtige Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler außerhalb von Schule benötigen. Das „Mobile Labor“ ermöglicht die Durchführung nicht nur im Chemieraum der Schule am Sportpark, sondern auch vor Ort in der Grundschule, sodass die Grundschüler ihr gewohntes Lernumfeld mit der Experimentierfreude in Verbindung bringen können. Bei noch jüngeren Kindern im Kindergartenalter soll in erster Linie die Lust am Ausprobieren in einem gesicherten Rahmen, unabhängig von einem spezifischen naturwissenschaftlichen Phänomen, geweckt und gefördert werden.

Seit diesem Schuljahr bieten ebenfalls Alena Schäfer (Physik) und Annika Ripper (Biologie) Wahlpflichtkurse nach dem Konzept des experimentellen Lernens an. Sodass ausgehend vom Fachbereich Chemie das handlungsaktive und praxisnahe Projekt nun auch auf  weitere naturwissenschaftliche Fächer ausgedehnt wurde.

Sobald es die äußeren Bedingungen wieder zu lassen, sollen die Projekte wieder in Zusammenarbeit mit hiesigen Grundschulen und Kindertagesstätten durchgeführt werden, um die Freude am Entdecken in alle Altersstufen zu fördern.

Interessierte Kindergärten und Schulen können sich gerne im Sekretariat (Tel.: 06062 9555890) oder direkt bei Kerstin Stegmüller (k.Stegmueller@schule-am-sportpark.de) melden. 

Weitere Eindrück des Projekts finden Sie ebenfalls in unseren Beiträgen „SuS experimentieren mit Kindergarten- und Schulkinder - das Projekt geht weiter!“, „Chemische Experimente zusammen mit Grundschulkindern“,  „Nachwuchswissenschaftler an der SaS“ sowie  „Chemische Experimente an der Einhardgrundschule“